Värsli-Brönzle?

Im Mittelalter waren Bänkelsänger wichtige Nachrichtenkolporteure, die dem Publikum z.B. auf den Märkten ihre Neuigkeiten verbreiteten. Niemand blieb von ihnen verschont, weder die Obrigkeiten aus Politik und Kirche, und auch nicht das Volk. Damit sie besser gesehen wurden, stellten sie sich auf eine Holzbank, und zeigten auf Tafeln oder später Papier (-Schnitzel) in Illustrationen das Besagte und Besungene. Von daher stammt übrigens auch der Ausdruck Schnitzelbänkler. 

Das Sprüche klopfen und Verse reimen war auch in der Luzerner Fasnacht weit verbreitet, vor allem an der Fasnacht zogen Einzelmasken oder Gruppen von Beiz zu Beiz, und nahmen das Publikum auf's Korn, im Luzerner Volksmund als "intrigieren" bekannt. Leider verschwand in den letzten Jahren diese schöne Fasnachtskultur - und dies leben wir mit der "Värsli-Brönzlete" wieder auf. (Bildquelle: Wikipedia).